Warum gutes Design für deine Website wichtig ist

Das Design deiner Website oder deines Blogs ist auf den ersten Blick das wichtigste Kriterium für den Erfolg. Wenn es nicht toll aussieht, taugt es nicht, oder? Das bedeutet aber nicht, dass eine Website mit einem guten Design zwangsläufig erfolgreich ist. Welche Rolle spielt das Design deiner Website wirklich?

Warum gutes Design für deine Website wichtig ist

Foto von David Clode via Unsplash

38% der Besucher verlassen eine Website oder kehren nicht wieder, wenn das Design unattraktiv ist.

38% der Besucher verlassen eine Website oder kehren nicht wieder, wenn das Design unattraktiv ist.

Aber  selbst wenn die Präsentation – das Design – attraktiv ist, Design allein macht noch keine gute Website. Design allein ist eine leere Hülle ohne Botschaft.

Verstehe mich nicht falsch, das Design deiner Website spielt eine tragende Rolle. Ohne eine ansprechende Präsentation wirst du auf gut ein Drittel deiner Kunden in Zukunft verzichten müssen. Ohne großartige Inhalte aber, werden es wohl 100% sein.

Wenn du gerade dabei bist, deine Website zu planen, entweder weil du sie neu erstellen möchtest, oder weil du ihr einen neuen Anstrich verpassen möchtest, dann wirst du dir eher früher als später die Frage nach dem Design stellen. Vor allem, wenn du deine Website selbst erstellst, kann dir die Wahl eines passenden Designs schlaflose Nächte bereiten.

Design allein macht noch keine gute Website. Design allein ist eine leere Hülle ohne Botschaft.

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Aus diesem Grund möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, was Design ist, welche Rolle das Design deiner Website wirklich spielt und was du wissen musst, um die richtige Entscheidung für dich und deine Website zu treffen.

Was ist Design?

Zugegeben, der Begriff Design ist schwer in Worte zu fassen. Was genau ist Design? Welche Aufgabe hat es und wie wählst du das richtige Design für deine Website?

Damit wir ein gemeinsames Verständnis des Begriffes „Design“ haben, zitiere ich aus dem Buch „Grafik und Gestaltung, Das umfassende Handbuch“ * von Markus Wäger.

Design ist Ordnung.

Wow. Ist das alles? Das kann ja alles bedeuten, oder? OK, also etwas genauer:

Design ist […] ein Überbegriff für ästhetische Gestaltung mit dem Ziel eines (mehr oder weniger) praktischen Nutzens. Grafik und Gestaltung, Das umfassende Handbuch – Markus Wäger

Schon besser, nicht wahr?

Der praktische Nutzen ist genau das, was dein Publikum von deiner Website erwartet. Deine Besucher möchten, dass du ihre Probleme löst, dass du ihnen einen Mehrwert bietest. Genau dies ist die Aufgabe deiner Inhalte. Die Aufgabe des Designs wiederum ist es, diese Inhalte gekonnt in Szene zu setzen. Denn, zwei Drittel der Besucher einer Website konsumieren bevorzugt Inhalte, die ansprechend aufbereitet sind.

Given 15 minutes to consume content, two thirds of people would rather read something beautifully designed than something plain. Erik Devaney auf Hubspot

Die Konsequenz für dich ist, dass dem Design deiner Website eine tragende Rolle zukommt, denn immerhin legen zwei Drittel deiner Besucher (rein statistisch natürlich) durchaus Wert auf eine ansprechende Verpackung deiner Inhalte.

Aber was bedeutet ansprechend? Es bedeutet, dass deine Inhalte vor allem eines sein sollten: leicht zu konsumieren. Design ist eben nicht nur das Aussehen, sondern bestimmt die Lesbarkeit von Texten, sorgt für die Auffindbarkeit von Informationen und für eine runde Gesamterscheinung.

Gutes Design unterstützt die Inhalte, es unterstreicht Zusammenhänge, gibt dem Ganzen eine Ordnung und schafft Vertrauen.

Was bedeutet das für dich?

Deine Website besteht aus zwei Hauptbestandteilen: den Inhalten und der Präsentation (dem Design). Weder die Inhalte noch das Design können für sich alleine stehen. Genau genommen existiert Inhalt ohne Präsentation nicht. Ebenso wie du nicht nicht kommunizieren kannst, kannst du Inhalte nicht nicht präsentieren. Auch eine reduzierte Darstellung von reinem Text ist bereits Design.

Wie du später sehen wirst, kann dieser Minimalismus durchaus seine Berechtigung und seinen Reiz haben. Minimalismus ist eine ganz spezielle Form der Darstellung, bei der weitgehend auf schmückendes Beiwerk verzichtet wird, um den Fokus auf den Inhalt zu lenken.

Dies ist aber nur eine unter vielen möglichen Stilen. Die Website eines Fotografen  wird einen anderen Stil verwenden als die Website eines Anwalts. Die Website eines Musikers wird anders aussehen als die eines Handwerksbetriebes.

Während Anwälte eines seriösen, vertrauenserweckenden Auftritt benötigen, der vermutlich vor allem Weiß, eine serifenlose Schrift, professionelle Fotos und Blau als Akzentfarbe setzen wird (blau wirk seriös), wird der Musiker weniger textuelle Inhalte verwenden. Die Emotionen werden vornehmlich durch farbige Bilder transportiert. Ein Café wird eher auf natürliche Farben setzen, wie zum Beispiel Braun und Beige.

Diese Entscheidungen zu treffen, und ein passendes Design zu entwickeln, ist die Aufgabe eines Designers. Die gute Nachricht ist, all diese Dinge musst du nicht selbst entwickeln.

Wenn du deine Website selbst erstellen möchtest, z.B. mittels eines Baukastensystems wie Jimdo, Wix oder Squarespace, dann haben diese Anbieter dieses Problem für dich bereits gelöst. Alle Plattformen verfügen über eine große Auswahl an vorbereiteten Designs, die du verwenden kannst. Auch für WordPress steht eine riesige Auswahl an Themes zur Verfügung. Du musst dir nur noch eines aussuchen.

Der erste Eindruck zählt

Bereits innerhalb weniger Sekunden nach dem Aufruf einer Seite entscheiden deine Besucher darüber, in welche Schublade sie deine Website einsortieren. Sie bilden sich eine Meinung und auf Basis dieses ersten Eindrucks. Du kannst dich nicht dagegen wehren. Was du aber beeinflussen kannst, ist, in welcher Schublade deine Website abgelegt wird.

Du hast nur diese eine Chance, diese unbewusste Entscheidung zu beeinflussen. Dabei geht es nicht um Fakten, sondern es geht um Emotionen und Assoziationen.

Möchtest du seriös wirken, dann verwende ein schlichtes (vielleicht gar minimalistisches Design) Design. Bist du ein Künstler und möchtest deine Kunstwerke über deine Website anbieten, so verwendest du vielleicht eher ein farbenfrohes Design.

Ist ein Produkt gut in Szene gesetzt, ist die Präsentation hochwertig, so empfinden wir auch das Produkt eher als hochwertig. Apple ist ein gutes Beispiel. Nimm dir die Zeit und schaue dir die Website von Apple an. Die Präsentation der Produkte ist schlicht aber hochwertig. Überaus farbig sind die Abbildungen an den Stellen, an denen der Fokus auf das Produkt gelenkt werden soll. Die Abbildungen sind überproportional groß, die Texte sind kurz aber emotional. Alles in allem eine sehr hochwertige Präsentation. Welchen Eindruck hast du vom Produkt?

Für dich bedeutet das, dass du dir genau überlegen musst, wie du deine Inhalte präsentieren möchtest. Du musst dir überlegen, welche Schublade für deine Website die richtige ist. Die Wahl des Designs (oder des Templates bzw. des Themes) bestimmt dies maßgeblich.

Gutes Design ist unsichtbar

Stellt dir vor du bist mit dem Auto unterwegs und du hast das Radio eingeschaltet. Je schneller du unterwegs bist, desto lauter wird das Auto. Was passiert mit dem Radio? Noch vor einigen Jahre musstest du das Radio selbst lauter stellen, damit du auch bei schneller Fahrt genug verstehst. Heutzutage übernimmt das Auto dies für dich. Nicht alle Fabrikate können dies aber gleich gut.

Während du bei einem Auto gar nicht merkst, dass die Lautstärke automatisch der Geschwindigkeit angepasst wird, so fällt es dir bei einem anderen Fabrikat vielleicht auf, weil die Regelung zu grob ist.

Gutes Design ist unsichtbar (oder, wie in diesem Fall, nicht hörbar). Sobald du etwas bewusst wahrnimmst, ist das Gesamterlebnis gestört.

Wenn dir gutes Design begegnet, wirst du es kaum wahrnehmen.

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Dies lässt sich auch auf Websites übertragen. Ich bin mir sicher, du kennst das. Pixelige Bilder, schwer lesbare Texte, unsaubere Zeilenumbrüche und Trennungen, überladene Seiten und viele Elemente, die um deine Auferksamkeit buhlen, um nur einige zu nennen.

In diesen Fällen ist das schlechte Design deutlich sichtbar. Aber wenn dir ein wirklich gutes Design begegnet, wirst du es kaum wahrnehmen. Stattdessen klickst du dich durch die Seiten, findest die Information die du suchst und hast ein angenehmes, rundum gelungenes Benutzungserlebnis. Warum?

Gutes Design ist unsichtbar.

Don’t make me think

Apropos unsichtbar.

Die Erste Regel der Usability lautet:

Don’t make me think Steven Krug *

Zwinge mich nicht, nachzudenken.

Deine Website muss selbsterklärend sein. Deine Besucher rufen eine deiner Seiten auf und müssen sofort wissen, worum es geht. Sie müssen es aus dem Stand verstehen. Wo bin ich? Was erwartet mich hier? Wie kann ich diese Website benutzen?

Dazu ein Beispiel

Bis zur letzten Woche konntest du hier im Blog die Artikel über eine Link erreichen, den ich Journal genannt habe. Wie sich herausgestellt hat, versteht dies aber nicht jeder. Der Fehler war, ich habe mich nicht an Konventionen, ungeschriebene Gesetze gehalten: Ein Blog ist ein Blog.

Zwinge mich nicht, nachzudenken!

Ok. Verstanden. Journal heißt wieder Blog

Im Zweifel ist weniger mehr

Ich hatte versprochen, dass wir uns noch einmal dem Minimalismus im Design zuwenden. Gerade wenn Inhalte in Textform die Hauptrolle spielen, dann ist weniger oft mehr. Zur Erinnerung, das Wichtigste an deiner Website sind die Inhalte. Sie wirken am Besten, wenn sie nicht gegen andere Elemente kämpfen müssen.

Wenn es weniger Elemente gibt, die um die Aufmerksamkeit des Betrachters wetteifern, können die verbliebenen Elemente die Botschaft klarer und somit besser transportieren.

Dieses Konzept wird als Minimalismus oder Minimal Design bezeichnet.

Dabei muss minimal nicht langweilig oder eintönig bedeuten. Bei meinen Recherchen habe ich zwei hervorragende Beispiele gefunden, die ich gern mit dir teilen möchte.

Maaemo (Norwegisches Restaurant in Oslo)

Maaemo

Maaemo.no

Diese Website ist sehr schlicht aber ansprechend gehalten. Auf der Homepage kannst du genau zwei Dinge tun. Erstens, einen Tisch buchen, oder im Hauptmenü nach weiteren Informationen über dieses Norwegische Restaurant suchen. Auf den Detailseiten finden sich kurze Text und eindrucksvolle Fotos der rauen norwegischen Landschaft. Was bietet dieses Restaurant? Lokale norwegische Küche: Fisch. 

Kein Schnick-Schnack. Einfach. Informativ. Punkt.

Authentik.com

Authentik.com

Authentik.com

Diese Website ist noch relativ neu. Auf dieser Website publiziert Brian Gardner jede Woche einen Artikel in den es darum geht, kreativen Köpfen dabei zu helfen eine authentische Marke aufzubauen. Das Design ist reduziert auf die Inhalte. Das Foto von Brian (klicke auf „Enter Site“) passt durch seinen schwarz-weißen Charakter nahtlos in das Gesamtkonzept. Hier dreht sich alles um den Inhalt, das sieht man sofort.

Minimal by Design

Apropos. Worum drehen sich diese Websites? Was kannst du auf diesen Seiten tun? Don’t make me think!

Beide Websites sind unterschiedlich und doch in gewisser Weise gleich. Sie sind reduziert in der Aufmachung und lenken den Fokus der Besucher auf das Wesentliche. Sind sie langweilig oder gar eintönig? Keineswegs.

Fazit

Das Design einer Website bestimmt maßgeblich, ob die Besucher die angebotenen Inhalte annehmen, oder nicht. Für dich bedeutet dies, dass dem Design deiner Website eine sehr wichtige Rolle zukommt.

Das richtige Design für deine Website zu wählen ist eine Herausforderung, die Auswahl an Designs ist nahezu grenzenlos. Wenn du deine Website selbst erstellst, und dies mit WordPress oder einer Plattform wie Jimdo, Wix oder Squarespace tust, kannst du das Design frei wählen. Für eine individuelle Lösung und, wenn du deine Website selber hosten möchtest, kann ein individuell auf dich zugeschnittenes und speziell für dich erstelltes Design die beste Wahl sein.

Dieser Artikel sollte dir zeigen, was Design ist, welche Rolle das Design deiner Website wirklich spielt und was du wissen musst, um die richtige Entscheidung für dich und deine Website zu treffen.

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Über Marco

Hallo, ich bin Marco. Ich möchte dir helfen, die perfekte Website für dich und dein Business zu erstellen. Die Hauptzutat? Ideen. Jede Lösung beginnt mit einer Idee. Und darum liebe ich es, Dinge auszuprobieren und meiner Kreativität freien Raum zu geben.

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